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Unfolkkommen

[30.11.2013]

Bei "Hans im Glück" im Bad Bramstedt - November 2013

"Hans im Glück" wohnt nicht im Märchenland, vielmehr im norddeutschen Bad Bramstedt, handelt mit richtigen Büchern (für eBooker: aus Papier) und lädt regelmäßig zu Konzerten und Lesungen ins benachbarte Cafe Gripp ein.

Dies wiederum ist ein Ort, der sich auf eigen- und liebenswürdige Weise dem Zeitgeist entzieht und so eine ganz besondere Bühne bietet.
Cafe Gripp
Hans hatte uns beim tff in Rudolstadt auf der Straße aufgelesen und kurzerhand in den hohen Norden eingeladen. Ob sächsische Liedlein norddeutsche Herzen erweichen können war uns allen - offen gestanden - völlig unklar. Aber Hans ist mutig und wir neugierig genug, also haben wir uns ohne Zögern verabredet. Dies war für uns nicht ganz so locker, da wir seit längerem mal nicht Straßen- oder privatisierte Musik, sondern ein abendfüllendes Konzert abliefern sollten. Entgegen der leisen Bedenken lief der Kartenvorverkauf jedoch prima an und das Cafe Gripp war an dem Abend ausverkauft.

Das Publikum und wir haben gerade mal drei Lieder gebraucht, um uns anzufreunden und es wurde ein phantastischer Abend. Und dass wir wieder einmal unsere leisen Lieder singen konnten, war für beide Seiten ein besonders schönes Erlebnis.Hans war im Glück, dass wieder einmal ein kleines Stück andere Kultur in Bad Bramstedt stattgefunden hat und vom Publikum sehr wohlwollend angenommen wurde.

Bleibt zu hoffen, dass die Bramstedter dieser Veranstaltungsreihe die Treue halten und es fleißig weitersagen. Wir tun das bestimmt.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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