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Unfolkkommen

[31.08.2013]

Museumsfest in Reitzengeschwenda

Das Volkskundemuseum in Reitzengeschwenda feiert Geburtstag - August 2013

Besprochen hatten wir das Ganze schon 2010, als wir auf unserer thüringer Himmelfahrt im Garten des schönen Volkskundemuseums in Reitzengeschwenda gelandet waren und dort auf zwei gute Museumsgeister trafen.

Dann mussten doch drei Jahre ins Land gehen, ehe sich das kleine Museum so eine Jubel-Feier leisten wollte. Angelockt wurden wir aber eigentlich mit der Aussicht auf einen neuen Filzhut. Seit unser alter Wegbegleiter vom VEB Dresdner Hutmoden beim tff auf sehr dubiose Weise abhanden kam, waren wir so zu sagen ohne Münzsammeleinrichtung und fühlten uns sehr unfolkkommen. Wir sind also mit zwei guten Gründen nach Thüringen aufgebrochen.

Hartmut Woborschil und sein nettes Weib hatten den Garten des Museums für die Gäste hergerichtet, die Frauen des Dorfes hatten sich nicht lumpen lassen und typische thüringer Wagenräder gebacken, welche schließlich nach guter alter Tradition in mundgerechten Stückchen kunterbunt auf die Teller der Gäste kamen. Das Publikum war bestens gelaunt und so hatten wir einen sehr schönen Nachmittag. Schade nur, dass der eingeladene Bürgermeister sich nicht blicken ließ und das Jubiläum so ohne die - eigentlich fällige - öffentliche Würdigung auskommen musste.

Unser neuer HutDem schönen Nachmittag hat's keinen Abbruch getan. Als wir am Abend dann als Dankeschön einen neuen Filzhut geschenkt bekamen, war unser Glück perfekt. Und so sieht er aus - unser Neuer:
Einen Schnelltest haben wir am Sonntag auf dem Töpfermarkt in Naumburg gemacht; naja - der Neue muss noch üben...

P.S. Wir wünschen unserem alten Filzhut ein schönes Leben, wo und mit wem auch immer!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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