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Unfolkkommen

[31.07.2013]

Wir fahnden nach unserem Hut!

Nachtrag zum Bericht TFF 2013

Beim tff 2013 in Rudolstadt ist unser langjähriger Weggefährte, der alte Filzhut, abhanden gekommen. So viele Jahre hat er uns treue Dienste geleistet, sich mit uns über schwerwiegenden Inhalt gefreut oder unsere Wehmut angesichts leeren Filzes geteilt.

Nun hat er uns verlassen! Glück im Unglück: er befand sich im ungefüllten und damit sinnentleertem Zustand.
Über die Gründe seines Wegganges können wir nur mutmaßen: Denkbar ist, dass er beim tff so viele hervorragende Musiker gesehen und gehört hat, dass er nun Größeres will und denkt, dass wir seinem Anspruch nicht mehr gewachsen sind. Möglich ist aber auch, dass eine fiese Sondereinheit vom Finanzamt ihn in der Hoffnung entführt hat, uns Reichtum nachweisen zu können.

Sei es wie es sei; wir sind nicht nachtragend und nehmen unseren alten Hut gerne wieder auf. Wer sachdienliche Hinweise liefern kann, melde sich bei uns.


Hier eine kurze Hut-Beschreibung:
Alter:         ca. 60 Jahre
Größe:       ca. 20 cm Durchmesser
Filzfarbe:   dunkelbraun-grau-hellgrau-verwurschtelt
Herkunft:   VEB Dresdner Hutmoden (Label inside)
Zustand:    altersgerecht, abgemuggt, verfilzt

Es locken Prämien der ganz besonderen Art!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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