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Unfolkkommen

[25.06.2022]

29. Ruinenfest in Liebau

Zwei Jahre haben wir nun schon dieses Festival der leidigen Umstände halber vor uns hergeschoben. Umso schöner, dass wir in diesem Jahr nun endlich bei den "Gockeschen" (was soviel wie Jocketaler heißt) musizieren konnten.

Zunächst waren wir völlig überrascht, welch schöner Ort uns dort erwartet. Das Vereinsgelände vor der Burg Liebau war herausgeputzt und mit Besuchern gut gefüllt, allerlei antike, dennoch funktionierende Landmaschinen sorgten für Hingucker und die Bühne für die Musikanten war angerichtet.

Der Höhepunkt schlechthin war aber der Kulturbahnhof, der an ebenjenem Abend feierlich eingeweiht werden sollte: das alte Bahnhofsgebäude aus Rentzschmühle war vom Abriß durch die Deutsche Bahn bedroht und die Gockeschen hatten sage und schreibe eine Woche Zeit, um ihre völlig irrsinnige Idee umzusetzen, nämlich den Bahnhof am alten Platz abzubauen. Unglaublich, dass so etwas möglich ist...

Für den Wiederaufbau in Liebau brauchte es dann doch etwas mehr Zeit und nach zwei Jahren liebevoller Klein-, aber eben auch schwerer Handarbeit war das alte Bahnhofsgebäude wieder hergerichtet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist einen Ausflug in die Gegend an der Talsperre Pöhl allemal wert.

Gemeinsam mit den Gockeschen, dem hiesigen Herrengesangsverein und der Gruppe Liedvogt aus Plauen haben wir das Programm am Sonnabend gestaltet und allen Beteiligten hat es sichtlichen Spaß bereitet. Ein großes Dankeschön an die Gastgeber, vor allem aber an die Tontechniker, die unserer eigentlich rein akustischen Musik genügend Verstärkung gegeben, aber auch den nötigen Raum gelassen haben.

Der Blick von der alten Burgruine ins Vogtland ist traumhaft!


Hier das Fazit der Freien Presse Plauen

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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