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Unfolkkommen

[26.05.2022]

Wir fahren mit dem Schiff in Himmel...

Nach zwei Jahren hochoffizieller Abstinenz und dennoch verhaltenen Versuchen, trotz Corona zünftig in den Himmel zu fahren, war es endlich so weit: Die Wanderziele hatten wieder uneingeschränkt geöffnet und lockten in jede nur erdenkliche Lokalität.

Vorausschauend hatten wir mit dem Kapitän der Schifffahrtsgesellschaft am Hohenwarte-Stausee schon im Herbst letzten Jahres verabredet, dass wir 2022 auf einem seiner Schiffe quer über die Hohenwarte in den Himmel fahren wollen und schauen, ob das für beide Seiten funktioniert.

Start war für neun Uhr morgens geplant. Das ist ja nicht unbedingt so unsere Zeit, trotzdem waren wir pünktlich an Bord. Zu unserer Überraschung war das Schiff fast gänzlich ausverkauft, also jede Menge Menschen an Bord. Mit dabei: Die Biersekte aus Weimar; was für eine Wiedersehensfreude! Dass wir ohne Strom & Kabel musizieren, war verabredet. Nur hatten wir Fahrtwind und Schiffsdiesel unterschätzt und mussten schließlich zum Vorteil für alle Beteiligten vom Freideck unters schützende Dach flüchten. Die zwei Stunden waren dann rum wie nix und fast hätten wir es verpasst, in Altenroth wie geplant wieder von Bord zu gehen. Der Käpt´n musste wegen unserer Bummelei dann auch zweimal anlanden und wir konnten unsere Wanderung wie geplant fortsetzen. Fazit: Sehr gelungenes Experiment und gerne wieder!

In Altenroth kurze Rast und von da gings weiter ins Gasthaus „Zur Krone“ in Altenbeuthen, wo uns gute alte Bekannte schon erwarteten und uns ordentlich mit geistigem Getränkt versorgten. In der Flößergaststätte „Zum Wolf“ in Drognitz fand unsere Wanderung dann auch ihren guten Schluss. Endlich wieder muggen...

 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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