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Unfolkkommen

[10.05.2012]

Straßenfest "Berni" der Lebenshilfe Dresden - Mai 2012

zu Gast bei der Lebenshilfe Dresden

Vor zwei Jahren hatten wir uns zum ersten mal darauf eingelassen, vor und mit Behinderten zu musizieren. Wir wussten also diesmal schon, was uns erwartet und dass es sehr viel Spaß machen kann, sich als so genannter Normalo auf ein unverkrampftes Miteinander einzulassen.

Die Lebenshilfe ist ein sehr rühriger Verein und sie organisiert das Straßenfest auch oder vor allem für die Nachbarschaft im Wohngebiet, um sich näher zu kommen und einander etwas besser zu verstehen. Um so trauriger, dass sich nur wenige Anrainer blicken ließen.

Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch, denn für die vielen Nutzer der Lebenshilfe, deren Familienangehörige und natürlich auch für die rührigen Lebenshelfer war es ein sehr schöner Nachmittag. Für uns ebenso.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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