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Unfolkkommen

[08.03.2012]

Kultur- und Erlebnisnacht Gräfenhainichen - März 2012

Der WasserturmWir haben uns sehr gefreut, als die "Hänichener" uns im letzten Jahr ins Anhaltinische eingeladen haben, ihre nunmehr schon 8. Kultur- und Erlebnisnacht 2012 mit zu gestalten.

Die Idee ist so einfach wie genial: Acht mehr oder weniger alltägliche Örtlichkeiten der Stadt verwandeln sich für eine Nacht in Bühnen, auf denen sich Künstler der verschiedensten Metiers tummeln. Das Ganze verspricht also vor allem eines: Abwechslung. Da der Abend und die Nacht auch in Hänichen irgendwann vorbei sind, müssen sich die Gäste für vier Bühnen entscheiden und die beteiligten Künstler ab 19.00 Uhr viermal zur vollen Stunden ran.

Die Karten sind meist schon in der Weihnachtszeit des altes Jahres ausverkauft, zu einem Zeitpunkt also, wo das Programm noch gar nicht endgültig feststeht. Die Hänichener buchen deshalb die erste Station des Abends einfach ins Blaue. Erst später, wenn die Flyer gedruckt und unterm Volk sind, lässt sich der restliche Abend planen.

Im Klartext hieß das, dass unser erstes Publikum eigentlich gar nicht uns sehen wollte. Das wurde uns zwar erst vor der zweiten Runde wirklich bewusst, tat aber dem Auftakt des Abends nicht den geringsten Abbruch.

Völlig überrascht oder besser überrannt wurden wir dann in den folgenden Runden des Abends. Und wir geben unsere Eitelkeit gern zu: es schmeichelte schon, dass die Leute regelrecht angerannt kamen, um einen Platz zu ergattern und die "Nachzügler" wieder weggeschickt werden mussten, weil der Saal überfüllt war...

Ein sehr, sehr schöner Abend, der auf der Absacker-Party der Veranstalter und bei einem Feierabend(-früh)bier seinen guten Abschluss fand.

Wir möchten den überaus sympathischen und rührigen Menschen der Kulturbande, vor allem Claus Feldstein und dem Erlebnis-Nachtwächter nebst seinem Weib herzlich danken, dass sie uns eingeladen und so freundlich bemuttert haben.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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