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Unfolkkommen

[05.05.2016]

Mai 2016

Himmelfahrtskonzert 2016


Leider hatte unser gemeinsamer Protest zu Himmelfahrt im letzten Jahr gegen die schleichende Schließung des kleines Volkskundemuseums in Reitzengeschwenda keinen Erfolg: Der Museumsleiter Hartmut Woborschil ist entlassen worden, die Öffnungszeiten sind eher Schließzeiten und man muss bangen, dass die Fördergelder bei solcher Praxis noch sprudeln werden.

Wir jedenfalls hatten für 2016 aus dem Grunde beschlossen, unser Himmelfahrtskonzert in der Sommerfrische Lothramühle zu geben. Nicht nur, dass wir da in den letzten Jahren immer wieder mal hängen geblieben sind. Dieser schöne Rückzugsort war unsere Bleibe für die Intensivproben mit Gastmusikanten im Winter für unsere neue CD, wir fühlten uns also auch ein bisschen wie zu Hause. Für diese Gefühl sorgt vor allem auch die nette Wirtsfamilie Müller samt Nachwuchs.


Da unsere neue CD im ersten Drittel des Jahres alle Energie und Zeit von uns abverlangte, war Himmelfahrt die erste größere Mugge des Jahres. Unsere Stimmbänder mussten sich erst wieder an die Frischluft und den unverstärkten Zustand, die Finger an dauerhaften Zupfstress gewöhnen, dementsprechend war dann am nächsten Tag auch das Schadensbild.

Dennoch: ein wunderschöner Tag! Das Wetter spielte mit, viele Bekannte aus der Region kamen, die Biersekte aus Weimar rückte an und wir hatten jede Menge Spaß.

Dass ein Hündchen von der Marke "Fußhupe" genau an Fränkers Gitarre sein Beinchen hob, war mit Abstand der komischste Moment des Tages. Unser Schlaflied für die kleinen Mädels der Gastwirtsfamilie der anrührendste.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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