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Unfolkkommen

[30.07.2016]

Juli 2016

In der Brauschänke im Striegistal

Die netten Wirtsleute der Brauschänke im sächsischen Striegistal hatten uns auf die Empfehlung eines Stammgastes hin gebucht. Solche Muggen können durchaus auch daneben gehen, weil wir eben nicht ganz so massenkompatibel sind.

Als es dann halb Acht wurde und von den erwarteten Gästen nur wenige im schönen Biergarten der Brauschänke saßen, war die Stimmung schon etwas gedrückt.

Wer uns kennt weiß, dass wir uns von solchen Situationen eher anspornen lassen und dafür meist auch belohnt werden. Also haben wir pünktlich die Instrumente gesattelt und Gas gegeben.

Warum auch immer - so peu á peu füllte sich der Garten dann doch und wir haben bis in den späten Abend gemeinsam mit einem wunderbaren Publikum musiziert. Und Robert, der Kneiper, hatte dann doch wieder ein Lächeln im Gesicht...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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