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Unfolkkommen

[26.05.2016]

Am Göttersitz auf der Saale-Weinmeile - Mai 2016


Wir lernen ja immer dazu: Dass man sich als Musikant auf einer Weinmeile, die mit Sicherheit länger als eine Meile ist, nicht die Hacken wund laufen muss und in Anbetracht des allgegenwärtigen Gelärmes eher ein abseitiges, weil ruhigeres Plätzchen suchen sollte, war eine hart erarbeitete Erkenntnis aus den letzten Jahren.

So haben wir uns in diesem Jahr entschlossen, das kleine Weinberghäuschen am berühmten Göttersitz zu okkupieren, ein Ort, der in jeder Hinsicht zu uns passt. Ausgerüstet mit einem Fässchen Rechenberger für den Eigenbedarf und einigen Flaschen guten Weines aus der Region für unser durstiges Publikum haben wir es uns dort gemütlich gemacht.

Der Plan ging auf: Die Weinpilgerer waren glücklich, auf der
"Durststrecke" zwischen den großen Weingütern ein idyllisches Plätzchen vorzufinden, wo mal keine Strom- oder Konservenmusik dröhnt, sondern handgemachte Folksmusik, nette Mitmenschen und ein gutes Glas Wein aufeinander trafen.

So machen wir das wieder einmal...

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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