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Unfolkkommen

[05.07.2026]

rudolstadt-Festival 2026

Wir haben nachgezählt: 2006 waren wir zum ersten Mal beim Tanzfest und haben nur dreimal gefehlt. Einmal 2019, weil wir beim Schrammelklang-Festival in Litschau fremdgegangen sind und danach zweimal wegen Totalausfall. Gefühlt sind wir also schon immer da und auch schon immer am Brunnen am Burgaufgang VI.

Wer beim TFF Unfolkkommen hören will, geht zielsicher zum Brunnen vorm Fallada-Haus. Erst die Eltern, dann die Kinder und mittlerweile auch schon die Enkelchen im Gepäck. Über die Jahre kommen viele treue Wegbegleiter vorbei, sind tolle Bekanntschaften entstanden, die sich hier und da zu einer wirklichen Freundschaft entwickelt haben und so ist Rudolstadt für uns von Jahr zu Jahr zunehmend ein Familientreffen. Viele bringen was Nettes mit: Honig, guten Wein, eine Liedempfehlung, diverse kühle Bierchen, Bliemchenkaffee oder einfach nur ein gutes Gespräch. Für einen Musikanten kann es kein schöneres Lob geben.

Was beim letzten Festival noch als kleine Katastrophe daherkam, war in diesem Jahr schon halb so wild: Auf netten Hinweis der Ordnungsbehörde sind wir gleich am ersten Tag vom Brunnen ein paar Meter nach oben gerückt, damit die Straße für Rettungsdienste nicht verstopft wird. Also: Unfolkkommen findet Ihr ab sofort nicht vorm, sondern hinterm Brunnen am Burgaufgang VI. Dort ist es auch sehr schön und dazu noch etwas schattiger und ungestörter.

Letzterer Umstand war auch der Grund dafür, dass wir uns in diesem Jahr zum ersten Mal auf ein Wagnis eingelassen haben: Wir haben am Samstagabend unsere leiseren Lieder gespielt, die uns ja auch sehr am Herzen liegen. Ohne technische Verstärkung, mit Ranrücken, einem tollen Publikum und gemeinsamen Singen. Für uns war das eine ganz neue und wunderschöne Rudolstadt-Erfahrung und 2027 wird dieser Block mit Sicherheit fest in unserem Programm stehen.

In diesem Sinne: Bis nächstes Jahr in Rudolstadt!
 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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