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Unfolkkommen

[14.05.2026]

Himmelfahrt 2026

Im letzten Jahr hatten wir privater Umstände halber auf die Fahrt in den Himmel verzichtet. Das sollte eine Ausnahme bleiben, also machten wir uns heuer wieder an der Hohenwarte in Thüringen auf den Weg.

Startpunkt war die Lothramühle, ein wunderschöner Biergarten in der Sommerfrische direkt am Staussee. Susi und Patrick, die beiden Wirtsleute, waren auf die Himmelsstürmer vorbereitet: es gab regionales Bier und traditionelle thüringer Küche. Morgens um Zehn waren alle gerade vom Frühstückstisch an die Frischluft gewechselt, der Bierdurst hielt sich noch in Grenzen und alle waren sehr entspannt.

An der nächsten Station unserer Himmelfahrt, im Gasthof "Zur Krone" in Altenbeuthen, waren die Gäste schon ganz anders in Fahrt. Jedoch: Die alten Herren vom Gesangsverein fehlten in diesem Jahr ganz und das Jungvolk vom anderen Stauseeufer wird auch von Jahr zu Jahr gesitteter... 

Der Abgesang im "Zum Wolf" in Drognitz hatte für uns ob des fortgeschrittenene Alkoholpegels der Gäste nur wenig Unterhaltungspotential und wäre ein trübseliges Ende unserer Tour gewesen, wenn uns die Truppenteile aus der Lothramühle nicht spontan für den Abend verpflichtet hätten. Ab 18 Uhr sind wir da wieder eingeritten und haben einen ganzen schönen Abend lang lustig und herzerfrischend musiziert, bis auch bei uns schließlich die Lampen ausgegangen sind.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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