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Unfolkkommen

[19.10.2019]

Konzert im Haus des Gastes in Oberhof

Jeder kennt das: Es gibt so Tage, die sind im Rückblick etwas surreal und man kann kaum glauben, dass einem das wirklich passiert ist.

Wir hatten ein Konzert auf dem Plan. In Oberhof, dem Urlaubsparadies, wo ja auch in den Herbstferien schon ne Menge los ist. Und nicht in irgendeiner Absteige, vielmehr sehr zentral im Haus des Gastes. Gerechnet hatte der Veranstalter mit ca. 100 Besuchern, weshalb wir auch unsere Technik nebst Techniker eingepackt hatten, um den Saal auch beschallen zu können. Aufbau, Soundcheck, sogar etwas Licht... wir waren Punkt 19 Uhr fertig. Einlass. 19.45 Uhr trafen die ersten beiden Gäste ein. 19.58 Uhr waren es genau neun.

Nun sind wir als gestandene Straßenmusikanten hart im Nehmen und haben überhaupt kein Problem, auch vor einer überschaubaren Zuhörerzahl zu musizieren. Der Veranstalter sah das auch so, also sind wir von der Bühne runtergestiegen, haben die Technik abgeschaltet und mal eben ein kleines, aber dennoch abendfüllendes Privatkonzert gegeben.

Die Besucher fanden´s toll. Die Jungs vom Veranstalter haben aus der Situation das Beste gemacht und zum Schluss war die Bestürzung auf allen Seiten dann doch nicht mehr so groß...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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