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Unfolkkommen

[24.09.2011]

Zwei Tage Spätsommer und Straßenmusik satt:

Weinfest in Meißen - September 2011


Dass es zum Weinfest schwierig werden würde, ein geeignetes Plätzchen zu finden, welches wenig Geräuschmüll und dennoch gut Publikum bietet, war uns von vornherein klar. Selbst unsere geliebten Roten Stufen waren akustisch besetzt und der Grafikhändler am Burgaufgang nach den ersten fünf Liedlein wenig amüsiert, da unser Publikum ihm den Stand blockierte.

Aus dieser "Platz"-Not heraus haben wir uns kurz entschlossen direkt auf der Brücke zur Burg eingenistet und waren am Ende des Tages begeistert: am Schnittpunkt von vier Laufwegen kam keiner der weinseligen Gäste an uns vorbei. Da nimmt man eine "suboptimale" Akustik gern mal in Kauf. Mit den anderen Straßenarbeitern haben wir uns wie immer gut arrangiert: der Pferdekutscher und die Stadtrundfahrt waren so keine Störfaktoren, sondern irgendwie schon Bestandteil der Publikumsbespaßung.

Dank unserer umtriebigen Foto-Fee Ulli war auch die Bierversorgung gesichert, was bei solch einem Spätsommerwetter ja auch nicht ganz unwichtig ist.

Obwohl wir am Sonntag Nachmittag in jeder Hinsicht schon ziemlich zerledert waren haben wir das spontane Angebot des nettes Wirtes vom Weinimbiss am Burgberg gern angenommen, an diesem schönen Fleck zu musizieren: unter Weinreben sitzt man über den Dächern der Meissner Altstadt und kann hiesigen Wein und kleine Leckereien genießen. Und wenn nicht gerade Unfolkkommen spielt, sorgt entspannte Musik aus aller Herren Länder für Wohlfühlen.

So haben wir die zwei Tage Schwerstarbeit genüsslich ausklingen lassen....
Danke an Mario Wildner für das "Gastfoto" des Tages.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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