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Unfolkkommen

[10.06.2011]

Mit dem Bollerwagen zwischen "Erbse" und Körnerplatz

Elbhangfest im Juni 2011

Irgendwie ging's in diesem Jahr von Null auf Hundert: Wir sind erst sehr spät aus unserem Probenkeller hervor gekrochen, haben in Meißen und Freiberg kurz Straßenluft geschnuppert, mussten dann wegen Michas Urlaubsplänen fast einen Monat pausieren und dann...

...war Elbhangfest. Wir hatten uns für dieses Jahr fest vorgenommen, eine größere Strecke am Elbhang zu beschallen und uns extra hierfür (wir werden ja älter) flugs noch einen Bollerwagen zugelegt. Und so sind wir dann mit diesem lustigen Gefährt zwei Tage den Elbhang zwischen Körnerplatz und Erbse (für Unkundige: das "Erbgericht" an der Niederpoyritzer Fähre) rauf und wieder runter gezogen und haben keine Möglichkeit ausgelassen, unsere diesjährige säggs´sche Mini-CD unters Folk zu bringen.

Da wir das tff in Rudolstadt in diesem Jahr notgedrungen auslassen mussten, rückte der feiernde Elbhang auf die Favoritenposition des unfolkkommenen Muggen-Jahres. Das Ergebnis war in jeder Hinsicht überwältigend; zersungene Stimmbänder, wunde Fingerkuppen, Blasen an Fränkers Zupfdaumen, summende Schädel und verschwitzte Klamotten. Aber eben auch ein famoses Publikum, Spielspaß pur und viele, viele wunderbare Begegnungen.
 
Die "Dicke von Zwicke" hat die Reanimation erfolgreich absolviert und wird zukünftig hoffentlich auf der einen oder anderen Hochzeit weggewalzt werden.

 
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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