Sie haben JavaScript in Ihrem Browser deaktiviert. Um diese Website ohne Einschränkungen benutzen zu können, aktivieren Sie bitte JavaScript.
 
Unfolkkommen

Drucken

Was Schulzens alles ham

Mir ham daheme e Klavier, di-dl-dum, 
das hat bloß noch der Tasten vier di-dl-dum.
Die Saiten, die sind ganz heraus, 
drum nehm m'rs als Karnickelhaus.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham

Mir ham daheme och en Tisch, di-dl-dum,
bloß Beene hat das Tisch'l nich, di-dl-dum. 
Doch essen tun m'r wie noch nie, 
de Platte halt'n mor mit'n Knie

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham dorhem en Vogelbauer, di-dl-dum,
der hängt in der Küchenmauer, di-dl-dum. 
De Gitterstäbe sind verschwunden,
d'rum ham mr'n Vogel angebunden.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham och e Aquarium, di-dl-dum, 
dort schwimmt e doder Rollmops tum, di-dl-dum.
Frieher war der mopsfidel,
nu schwimmt der in Ess’sch und Öl.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham dorheme ooch en Hahn, di-dl-dum,
der leeft off beeden Füßen lahm, di-dl-dum, 
das Tier ist bloß noch Haut und Knochen,
drum müß'n mor'n bald mit Maggi kochen.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham och en Kakadu, di-dl-dum,
der macht de Oochen off und zu, di-dl-dum, 
und sticht mor den mit eener Gabel,
macht’r sogar off sein Schnabel.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham och e Kannepee, di-dl-dum,
doch wenn m'r druffsitzt tut's en weh, di-dl-dum.
Das Seegras ham'mr rausgeruppt
und Vatern in die Pfeif' gestuppt.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham drheeme ooch en Depp‘sch, di-dl-dum,
das Muster macht een nibbernebbsch, di-dl-dum.
Mir finden den zwar alle scheen, 
doch müss‘n mor'n bald in Pfandhaus geb'n.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham daheme och ne Uhr, di-dl-dum,
die war emal in Rep'radur, di-dl-dum.
Seitdem hat sie's Delirium,
in 'nor Stunde ist dor Monat rum.

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Mir ham daheme och ne Hidsche, di-dl-dum,
Die steht beim Vater vor dor Pritzsche, di-dl-dum,
Denn unser Babba ist so kleen,
der könn't sonst ni ins Bedde geh'n

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham


Das Lied hat jetzt sei' End' erreicht, di-dl-dum,
doch könnt' es sein, dass doch vielleicht, di-dl-dum,
das scheene Lied'l weiter ging,
wenn ich nochmal von vorn' anfing

Didl didl di-di-dldum, guckt euch doch ma an,
Didl didl di-di-dldum, was Schulzens alles ham

 
 
Quelle: Ein Lied, zu dem wir keine Noten finden konnten und deshalb die Melodie kurzerhand selbst geschrieben haben. Dass Kinder beim neidischen Vergleich ihrer Lebensumstände früher wie heute durchaus in Nöte geraten, beweist dieses alte Kinderlied. Wen wundert es, wenn die armen Schulzens auch mal angeben wollten…
© Unfolkkommen
Verstanden
Diese Webseite benutzt Cookies. Wenn Sie die Webseite weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr dazu ...