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Unfolkkommen

[15.08.2021]

11. Erzgebirgische Liedertour

Seit 2016 gehört die Erzgebirgische Liedertour zu den festen Terminen in unserem Kalender und wir freuen uns, dass die Organisatoren um Constanze Ulbricht das auch so sehen und uns dabei haben wollen.

In Zeiten, wo die Gesellschaft immer weiter ausseinander driftet, hat Kultur eine ganz besondere Bedeutung und kann mithelfen, die Gräben in den Köpfen der Leute zu überbrücken. Die Liedertour bietet den Gästen regionale Folksmusik und ein Stück musikalische Heimat, ohne dabei altbacken oder gar tümelnd daher zu kommen. Das musikalische Spektrum ist breit und hält jedes Jahr auch immer wieder Neues bereit.

Wir haben uns im Wagenbachtal bei Pobershau die Waldbühne mit den Kollegen von Irregang geteilt, die das Publikum mit mittelalterlichen Gesängen und Tänzen unterhielten. Der Sonntag war auch im Wald heiß und schweißtreibend und wir waren froh, als am Nachmittag die Bäume etwas Schatten spendeten.

Der Tag fand seinen Ausklang beim gemeinsamen Treffen aller beteiligten Musikanten in der Baldauf-Villa in Marienberg, dem kulturellen Zentrum der Region.

Die diesjährige Liedertour hatte enormen Zuspruch: über 6000 Besucher machten sich auf den musiklischen Wanderweg rund um Marienberg. Darauf können die Organisatoren mächtig stolz sein!

 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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