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Unfolkkommen

[13.09.2020]

10. Erzgebirgische Liedertour

CORONA hat 2020 alle Festivals, Konzerte und auch die meisten privaten Feiern gekillt. Dass die auf Herbst verschobene Liedertour im Erzgebirge überhaupt statfinden konnte war deshalb schon ein kleines Wunder an sich. Unterstützung gab´s von oben: herrlichstes Spätsommerwetter. Und wen wundert´s da, dass die Leute dann auch zu Hauf kamen, um endlich wieder mal den Musikanten zu lauschen.

Die diesjährige Liedertour führte die Wanderer rund um Olbernhau, die Stadt der sieben Täler. Entsprechend landschaftlich reizvoll auch die zwölf Stationen, wo sich Wanderer und Musikanten trafen. Wir haben gemeinsam mit der Gængel Band einen wunderschönen Tag mitten im Wald am Denkmal für den Forstmeister Schaal verbracht. Die mehreren Tausend Wanderer, der spürbare Kulturhunger und tolle Zuspruch sorgten dafür, dass bei uns schon fast so etwas wie ein rudolstadt-Festival-Feeling aufkam. Gefeut haben wir uns auch, dass so viele bekannte Gesichter und langjährig treue Begleiter dabei waren.

Eine richtig klasse Mugge und Balsam auf unsere geschundene Musikantenseele!

Hier könnt Ihr mal reinschauen...

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
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