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Unfolkkommen

[26.07.2020]

Unfolkkommen musiziert an einem vollkommenen Ort

Wer sich mal in Thüringen herumtreibt, sollte in jedem Fall den Schlosspark Ebersdorf besuchen. Ein schöner Fleck Grün mit Geschichte, an dem sich die Wege der Reußen mit denen Ernst Barlachs kreuzten und um dessen (Wieder)Belebung sich heute vor allem die Enthusiasten des örtlichen Vereins liebevoll kümmern.

Denen blieben unsere Umtriebe im Thüringischen nicht verborgen und so kam es zur Verabredung, gemeinsam eine musikalische Parkwanderung zu organisieren.

Leider haben uns erst Corona und hernach auch noch Petrus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Corona, weil das Konzept der Parkwanderung unter den aktuellen Auflagen nicht genehmigt werden konnte. Petrus, weil der dann damit drohte, die nun gefundene Ausweichvariante - nämlich unser für die Naturbühne geplantes Konzert - ins Gewitterwasser fallen zu lassen.

Also kurzfristige Umplanung: Wir begrüßten die Gäste zwar im Park, zogen dann aber alle gemeinsam in den Saal der Brüdergemeinde um. Dort auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Ambiente: Schlichtes Weiß, breitgezogener Raum und wir direkt vor der Kanzel. Nach kurzer Wiedereingewöhnungsphase waren wir aber schnell auf Betriebstemperatur. Die Akustik des Raumes war klasse und das Publikum sowieso. Ein schöner Auftakt nach der langen Abstinenz! Geregnet hat es dann übrigens doch nicht...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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