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Unfolkkommen

[23.01.2020]

Auf der "Internationalen Grünen Woche" in Berlin

Dass die vom Freistaat Sachsen beauftragten Organisatoren der Internationalen Grünen Woche in Berlin auf unsere unfolkkommenen  säggs'schen Umtriebe aufmerksam geworden sind, hat uns schon verwundert. Aber irgendwie haben wir uns auch gefreut, dass wir - so quasi als säggs'sche Abgesandte - den Besuchern aus Nah und Fern neben den kulinarischen Leckerbissen und -tropfen aus Sachsen auch etwas Musik in unserer geliebten Muttersprache zum Vortrage bringen dürfen.

Nun waren wir noch nie auf einer Grünen Woche und waren gespannt, was uns dort erwartet. Erstmal ist es ein gigantischer Messebetrieb -  Anreise, Ort, hektisches Treiben. In den Messehallen findet sich dann vom Mittelständler bis zum Biobauern so ziemlich alles, was Sachsen kulinarisch ausmacht: Riesaer Nudeln, sächsische Winzer, Biobauern aus dem Vogtland, Bierbrauer zu Hauf und, und und...

Wir haben uns sehr gefreut, das wir mit Sarah und Ihrem (Zimmer)Mann vom Biobauernhof Kretzschmar auch ein paar bekannte Gesichter wiedergetroffen haben. Die Hutznbossen, mit denen wir uns die Bühne für einen Tag teilten, waren klasse Kollegen und die Bühnenmannschaft hat uns toll umsorgt. Danke an das Team von Nadine Eue!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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