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Unfolkkommen

[20.12.2008]

Alte Bauern lernen das Jungfolk an

Besenbinderfest- Dezember 2008

Die meisten verbinden das Wort "Besen" mit einem Stück bunter Plastik und Borsten aus undefinierbarem Material. Wie man aber einen Besen auf althergebrachte Art aus Birkenzweigen bindet, weiß heute wahrscheinlich kaum noch jemand.

Winzer Steffen Loose war in der Zwickmühle: der alten Besen im Weinberg war produktionsprozess-bedingt hinüber und musste vor der neuen Saison ersetzt werden.

Also machte er aus der Not eine Tugend, lud sich die altvorderen Bauern des Dorfes ein, die dem Nachwuchs zeigen sollten, wie man einen Besen bindet. Es war schon beeindruckend, mit welch einfacher und doch genialer Technik das Prachtexemplar von Sage und Schreibe 3 Meter 50 Länge entstand.

Ein leckerer Schmaus bei gutem Wein im alten Keller, lockere Sprüche der Altvorderen und gute Gespräche - ein schöner Abend.
 
Dass wir dabei sein durften, verdanken wir unserem "Besenbinder"

 
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
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