Säggs'sche Liedtexte
De großen Ferien
Wer durchs Jahr muss werschen, freut sich off de Ferschen.
Paster, Lehrer, Arzt, Jurist, völlig schnuppe, was er is.
So viel Arbeitstache, ´s is doch eene Plache,
kommt de Sommerzeit herbei, da macht mor sich ma frei.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen.
Mancherlei Vergniechen eenem jetzt obliechen,
früh um dreie aufzestehn, off de Berge kraxeln gehen.
Sechszn Stunden loofen, ne Hitze wie im Ofen,
dann im Meer e kaltes Bad und das gefällt eem grad.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
In der Sommerfrische sitzt mor an eem Tische
Mit stockfremden Leuten zamm, die keen Dunst von Anstand ham.
Rülpsen, schnalzen, gähnen, stochern in den Zähnen,
stecken bis an` Griff ni faul das Messer in ihr Maul.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Schönes warmes Wetter, wünschte noch der Vetter,
Scheibenhonig, reschnen tuts, vierzn Tache kalten Bluts.
Trüb, mit nassem Leibe, sitzt mor in dr Kneipe,
Lauter Fraun, drei Männer grad un - eener kann keen Skat.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
will mr Wald un Wiesen sehn, muss mor halt zu Fuße gehen.
Seine sieben Sachen, packt mor in een Wachen
ee Kind im Arm, eens an dr Hand, so zieht mor naus offs Land.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Heut is mor verrickter, aus’m Flugzeug blick mor
Off de Landschaft blau und grien, alle in de Fremde ziehn.
Dort dann angekommen, is mor ganz benommen von der Schwiele un dor Glut un`s Essen schmeck ni gut!
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Schon nach e paar Tachen leescht sich das off`n Machen.
De Bettmatratzen sind ni weech, am Buffet da gibt´s kee Fleesch!
Das eenzige Vergniechen, was eem noch tut obliechen,
isses an de Bar ze gehn und e paar Trostbier nehm.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Geht´s dann endlich heeme, is mor off de Beene
viele Stunden zum Verdruss, weil irschendeener streiken muss.
Glücklich nu am Boden, mor mecht den Herrgott loben,
gibt es dann den nächsten Schreck: De Koffer die sin weg!
In Pieschen angekommen, der Nachbar ruft: „Willkommen!“.
Fraacht wie´s in der Fremde war. „Super! Klasse! Wunderbar!“
Endlich dann alleene, nimmt mor hoch de Beene,
un es tut eem`s Herz offgehn: Derheeme is ooch scheen!“
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Paster, Lehrer, Arzt, Jurist, völlig schnuppe, was er is.
So viel Arbeitstache, ´s is doch eene Plache,
kommt de Sommerzeit herbei, da macht mor sich ma frei.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen.
Mancherlei Vergniechen eenem jetzt obliechen,
früh um dreie aufzestehn, off de Berge kraxeln gehen.
Sechszn Stunden loofen, ne Hitze wie im Ofen,
dann im Meer e kaltes Bad und das gefällt eem grad.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
In der Sommerfrische sitzt mor an eem Tische
Mit stockfremden Leuten zamm, die keen Dunst von Anstand ham.
Rülpsen, schnalzen, gähnen, stochern in den Zähnen,
stecken bis an` Griff ni faul das Messer in ihr Maul.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Schönes warmes Wetter, wünschte noch der Vetter,
Scheibenhonig, reschnen tuts, vierzn Tache kalten Bluts.
Trüb, mit nassem Leibe, sitzt mor in dr Kneipe,
Lauter Fraun, drei Männer grad un - eener kann keen Skat.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
`s is zum Popanzholen, de Bahn hat keene Kohlen,
will mr Wald un Wiesen sehn, muss mor halt zu Fuße gehen.
Seine sieben Sachen, packt mor in een Wachen
ee Kind im Arm, eens an dr Hand, so zieht mor naus offs Land.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Heut is mor verrickter, aus’m Flugzeug blick mor
Off de Landschaft blau und grien, alle in de Fremde ziehn.
Dort dann angekommen, is mor ganz benommen von der Schwiele un dor Glut un`s Essen schmeck ni gut!
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Schon nach e paar Tachen leescht sich das off`n Machen.
De Bettmatratzen sind ni weech, am Buffet da gibt´s kee Fleesch!
Das eenzige Vergniechen, was eem noch tut obliechen,
isses an de Bar ze gehn und e paar Trostbier nehm.
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Geht´s dann endlich heeme, is mor off de Beene
viele Stunden zum Verdruss, weil irschendeener streiken muss.
Glücklich nu am Boden, mor mecht den Herrgott loben,
gibt es dann den nächsten Schreck: De Koffer die sin weg!
In Pieschen angekommen, der Nachbar ruft: „Willkommen!“.
Fraacht wie´s in der Fremde war. „Super! Klasse! Wunderbar!“
Endlich dann alleene, nimmt mor hoch de Beene,
un es tut eem`s Herz offgehn: Derheeme is ooch scheen!“
De großen Ferien, die tun en jeden gut,
sie stärken Nerven, schaffen frisches Blut.
Mor zieht aus Ruß und Qualm ans Meer und off de Alm,
de großen Ferien, ach die sin scheen
Quelle: Gefunden hatten wir das Original in einem alten Liederheft von Dr. Max Otto Paul, seines Zeichens Gymnasiallehrer für Mathematik in Dresden und im Nebenberuf Folksmusikant und Puppenspieler. Die Melodie hat sich der gute Dr. Paul mal einfach von seinem Freund Anton Günther aus dem Lied "De Draakschenk" geborgt, was in der Folksmusik widerum nicht so ganz ungewöhnlich ist.