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Unfolkkommen

[10.07.2007]

TFF Rudolstadt - Juli 2007

Was Ihr gerade hört und oben seht sind O-Ton und O-Bild des MDR und der offiziellen tff-DVD. Wir haben uns natürlich riesig gefreut, dass man unsere (nicht offizielle) Straßenmusik bei all der respektablen musikalischen Konkurrenz  erwähnenswert fand...

Den Vorspann sind wir dem tff als Werbeblock schuldig, also etwas Geduld oder vorspulen...

Für uns war es lediglich beschlossene Sache, auf dem TFF 2007 Straßenmusik zu machen. Eigentlich wollten wir uns auch ordentlich anmelden, haben das dann aber doch wieder verdröselt und den Redaktionsschluss ganz unfolkkommen verpasst.

Also mussten wir brav unseren Eintritt bezahlen und nach einem passenden Plätzchen für uns suchen.
Direkt am Hauptaufgang zu Burg sind wir fündig geworden: klasse Ambiente an einem kühlen Brunnen, viele musikhungrige Menschen und vor allem tolle Akustik.
Zwei Tage Straßenmusik sind richtig Arbeit, wie wir feststellen mussten. Emotionaler Dauerstrom, Sonnen- und Kehlbrand mangels Schatten und eine Invasion heiratender, fliegender Ameisen. Die jedoch waren unbedarft und sympathisch sexsüchtig im Vergleich zur GEMA-Agentin, die von uns "mal eben zwischen zwei Liedern" wissen wollte, wer genau wann und warum den "Bettelvogt" geschrieben hat. Eine lustige Begegnung.
 
 
P.S. Was man nicht alles im Hut findet...das Ding hat seinen Ehrenplatz im Proberaum U13.
 
 
 
Danke!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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