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Unfolkkommen

[25.08.2019]

Jägerhof im Paradies

Tage des Offenen Weinguts in Sachsen

Es ist schon ein wundersamer Ort: am Weinberg, aber kein Weingut. Guter Wein im Angebot, aber für den schwitzenden Musikanten auch ein kühles Bier. Ein sehr alter Ort, aber irgendwie eher Zeitzeuge der letzten siebzig Jahre und eine Arche für vergessene Dinge und Orte. Alles sehr schräg, bunt, aber vor allem sehr liebevoll. Der Wirt Udo Kühn ist ein Unikum und passt in keinen Schubkasten.

Vielleicht ist es garade dieser verückte Mix, der das Publikum dahin zieht. Und dass dann die meisten sitzen bleiben hat vor allem damit zu tun, dass es im Jägerhof eher angemessen akustisch zugeht. Wer will schon röhrende Mugge inmitten solch schöner Natur und im Grundzustand weinseeliger Gelassenheit.

Wir fühlen uns dort sehr heimisch und das Publikum merkt das natürlich. Ein sehr heißer, anstrengender, aber auch sehr persönlicher und schöner Tag. Danke an Horst und Trixi, dass sie den weiten Weg aus dem Waldviertel in Österreich nicht gescheut und uns wieder einmal schöne Fotos geschenkt haben.

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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