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Unfolkkommen

[30.11.2010]

Mit "Rumpelstolz" im Klub am Steintor in Bernau - November 2010

31 Jahre haben die Rumpelstolzen nun schon auf dem Folkbuckel und wir haben uns wirklich gefreut, dass wir als Gäste beim Geburtstagskonzert im Bernauer Klub an Steintor dabei sein durften.

Natürlich haben die vier Gastgeber mit Heimvorteil gespielt und schon deshalb waren wir etwas unter Druck. Rumpelstolz hat dann im Zeitplan des Abends auch vorgelegt: mit einer beeindruckenden Bandbreite an historischen Instrumenten, vierstimmigem Gesang und sehr schönen Arrangements.

Fotostrecke von Rumpelstolz

Schon beim vorhergehenden Soundcheck war klar, dass der junge Mann an den Reglern eine Ahnung von dem hat, was vor dem Mikro passiert. Unsere naturgemäße Aversion gegen Bühnen und technischen Kabelsalat (wir lieben ja eher das Straßenmusik-Flair) wurde so gelindert und war dann am Abend nach den ersten Takten schnell verflogen. Die Bühne im Klub am Steintor ist zum Glück für alle Beteiligten nicht als Barriere zum Publikum konzipiert und so hat uns auch die kleine, für uns aber sehr ungewohnte "Erhöhung" nicht gestört.
 
Und da man als Sachse in der Fremde immer auf Landsleute trifft und die Berlin-Bernauer sowieso ein nettes Völkchen sind, hat man unsere Säggs´sehen Liedlein nicht nur hingenommen, sondern sogar freundlich mitgesungen. Schließlich war es auch für uns seit langem wieder mal eine Gelegenheit, unsere leiseren Lieder hervorzuholen. Der gemeinsame Abgesang von Musikern und Publikum hat hoffentlich die Gäste in ebenso guter Stimmung nach Hause entlassen, wie wir sie empfunden haben...

Mit den netten Kollegen von Rumpelstolz haben wir uns für kommenden August verabredet: da findet im nahegelegenen Neuenhagen ein (noch) kleines, aber (schon) feines Festival statt, das sich (wohltuend und ausnahmsweise) der deutschen Folksmusik verschrieben hat.

Also vormerken!
Ein herzliches Dankeschön an Kerstin Grubert für die schönen Fotos!

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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