rudolstadt-Festival 2018

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...ungefähr so sieht es in unserem Kopf aus, wenn wir nach drei Tagen Straßenmusik und tollen Festivaleindrücken wieder zu Hause angekommen sind und wir brauchen immer ein paar Tage, um wieder in den Alltag zu finden und die Synapsen zu entfitzen.

  Freitagmittag hatten wir uns mit Frank Deutscher und Jens Sachse am Lieblingsbrunnen verabredet, um unser Programm "ELBEREISE - Säggs'sche Folkslieder" samt Gastmusikanten zu präsentieren, zumal ausfallbedingt im letzten Jahr in Rudolstadt die Quetschkommode von Frank fehlte und wir einen Nachschlag schuldig waren. Also: Kurz warm gespielt und schon ging die Post ab. Schön für uns und fürs Publikum, aber sehr zum Leidwesen des Organisationsteams, das Straßenverstopfung, Chaos und Entfluchtungs-Katastrophen oder noch Schlimmeres witterte. Und zum ersten mal in diesen vielen Jahren tff  wurden wir von der Festivalleitung direkt angesprochen und freundlich-formal des Platzes verwiesen. Für uns völlig ohne Not, denn wir haben in den letzten Jahren immer dafür gesorgt, dass Bierlieferanten und andere Rettungswagen reibungslose Durchfahrt hatten. Diese "Begrüßung" hing uns am Freitag dann irgendwie permanent im Nacken und hat uns doch so ein Kleinbisschen die Laune vermiest.

Aber nur ein bisschen: Am Abend haben wir kurzerhand entschieden, uns nicht vertreiben zu lassen und sind am Sonnabend früh mutig mit unserem Bollerwagen losgezogen.

Leider aber etwas zu spät. Die lieben Dresdner Kollegen von buckijit hatten das jährliche Wettrennen um den Brunnenplatz zu ersten Mal gewonnen. Nicht zu fassen: Wir waren ohne Bühne! Ratlosigkeit...

 

Nett, wie die Dresdner bekanntermaßen sind, hat buckijit dann aber gegen Eins das Feld geräumt und wir hatten unseren Brunnen wieder. Pünktlich mit dem ersten Publikumsandrang stellte sich dann aber wieder die Security bei uns ein, um die Ermahnung vom Vortag zu wiederholen. Jedoch, wir waren ja vorbereitet: pfiffig haben wir sofort mit unserem Publikum eine (vorher gnadenlos geprobte) Evakuierungs-Übung präsentiert, die dann so überzeugend war, dass der hoheitliche Daumen nach oben ging. Von da an hatten wir Ruhe vor dem Organisations- und Amtsschimmel. Nicht nur das: Die Bierlieferanten haben sich bei jeder Durchfahrt mit Deputatbierchen bei uns bedankt. Was für eine schöne bier-friedliche Koexistenz!
Solchermaßen unbeschwert haben wir schließlich am Sonnabend und Sonntag wunderschöne Konzerte mit tollem Publikum am Brunnen erlebt, Freunde, Musikantenkollegen und langjährig treue Begleiter getroffen und viele, viele neue interessante Begegnungen gehabt.

Mit von der Partie diesmal: der Dresdner Stadtschnepp. Den Burschen haben wir als Anhalter in Höhe Bahnhof Dresden-Neustadt aufgegabelt und er hat scheinheilig und nett angefragt, ob er mit nach Rudolstadt fahren darf, sich dann aber an uns rangehängt und - zunächst ganz harmlos als Zuhörer -  schließlich hinterlistig ins Programm eingefädelt und uns beim Publikum die Schau gestohlen.

Na ja, aber irgendwie ist der Typ doch ganz nett und vielleicht machen wir ja demnächst sogar mal was gemeinsam...

 

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